ÜBER MICH

Du findest mich fast immer mit Textilien beschäftigt – beim Nähen, Sticken, Stricken oder Spinnen. Oder ich mache mir Gedanken über Kleidung: wie sie sitzt, wie sie sich anfühlt und warum Menschen genau das tragen, was sie tragen.
Beziehung zu
Kleidung
Kleidung ist für mich nicht einfach etwas, das man anzieht.
Ich interessiere mich dafür, wie ein Stück aufgebaut ist, wie es funktioniert und was es mit dem Körper macht.
Besonders faszinieren mich Dinge mit Qualität:
Alte Webstrukturen, handwerklich gefertigte Details, Knöpfe, die schon etwas erlebt haben, und klassische Schnitte, die über Zeit bestehen.
Mein
Blick
Mein Kleiderschrank ist voll von handgefertigten Kleidern.
Ich mag diese Sammlung – weil sie gewachsen ist.
Bestehendes verbindet sich mit neuen Kreationen, Stück für Stück.
Ich arbeite gerne mit ungewöhnlichen Stoff- und Farbkombinationen –
immer mit einem klaren, klassischen Ausgangspunkt.
Mich interessieren Formen, die bleiben:
hochgeschnittene Hosen mit Bundfalten und Gürtel, Hemden mit unterschiedlichen Kragen.
Wie ich
arbeite
Ich nähe, verändere und entwickle Kleidung weiter – oft aus bestehenden Materialien.
Vintage-Modelle begleiten mich schon seit meiner Jugend.
Ich stöbere, passe an, nähe um und gebe Dingen eine neue Form.
Das versuche ich auch im Kurs zu vermitteln:
ein Verständnis für Material, Form und die Möglichkeiten, die darin liegen.
HANDWERK
& PROZESS
Ein selbstgemachtes Stück trägt Bedeutung –
weil man den Prozess, die Entscheidungen und den Aufwand kennt.
Es trägt Zeit in sich:
konzentrierte Momente, Umwege und geteilte Erfahrungen.
Diese Zeit bleibt im Stück.
Ich habe in der industriellen Produktion gearbeitet –
im Akkord, mit klaren Abläufen, Effizienz und Maschinen.
Eine rationelle Arbeitsweise, die ihre Berechtigung hat.
Dem gegenüber steht für mich das Handwerk:
Präzision, Materialverständnis und Techniken wie Stickstiche oder handgestickte Knopflöcher.
Ich bewege mich zwischen beiden Welten –
zwischen Effizienz und Sorgfalt.
AUSTAUSCH &
ATMOSPHäre
Im Nähkästli geht es nicht nur darum, etwas fertig zu machen.
Es geht auch um den Austausch:
über Handwerk, Materialien und Erfahrungen.
Gespräche entstehen ganz selbstverständlich –
über Stoffläden, über Stoffe, die man auf Reisen gefunden hat,
oder über Materialien, die vielleicht schon von der Mutter oder Grossmutter stammen.
Auch Persönliches hat Platz.
Wie aus einem Nähkästchen heraus teilen sich Geschichten, Ideen und Wissen –
und genau das macht einen Teil der Arbeit im Atelier aus.