Andere begeistern. Inspirieren. Faszinieren. Wege aufzeigen. Mut machen. Bestätigen. Freude teilen. Handwerk erlebbar machen. 

Mein Weg zum Nähkästli 

Von 1997 bis 2000 absolvierte ich meine Ausbildung zur Damenschneiderin EFZ mit gestalterischer Berufsmatur. In den folgenden Berufsjahren war ich als Näherin in der Konfektion tätig. Dabei lernte ich die verschiedenen Stationen der industriellen Textilverarbeitung kennen. Später sammelte ich bei einem Berufsbildungsprojekt der Stiftung Swisscontact im Kosovo erste Erfahrungen als Kursleiterin. Gemeinsam mit zwei weiteren Handarbeitslehrerinnen verantwortete ich die Organisation und Durchführung eines «Textil Training Workshops. Es folgte eine Anstellung in der Innendekorationsindustrie, wo ich den Umgang mit den neusten Maschinen erlernte. Meine Anstellung im Modehaus Ciolina ermöglichte mir schliesslich ein berufsbegleitendes Studium in Bewegungspädagogik. Im Änderungsatelier wurde ich in Verarbeitungstechniken und zeitgemässer Mode auf dem neuesten Stand gehalten und setzte mit aufrechter Haltung und geübter Pausenerholung gleichzeitig die Studientheorie in die Praxis um. 

Seit Dezember 2013 ergänzt nun das Nähkästli meine Tätigkeit als Kursleiterin bei der Migros Klubschule. Hier wie da begleite ich die Kursteilnehmenden in ihrem künstlerisch-gestalterischen Prozess. Eine Arbeit, von der ich mir wünsche, damit Anderen meine Faszination und Freude am Schneiderhandwerk als Weg zumeigenen ganzheitlichen Ausdruck und Stil näher bringen zu können.

Seit August 2019 bis 2022 absolviere ich ein berufsbegleitendes Studium für Produktdesign an der SFGB. Davon erhoffe ich mir, mehr über die allgemeinen, gestalterischen Prinzipien zu lernen. Angesichts der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte suche ich zudem Antworten, auf die Frage wie das Beste aus den knappen Ressourcen herauszuholen ist.

Länggassblatt, 2013